Der Besuch anderer Wallfahrtorte hat bei den Verantwortlichen die Überzeugung reifen lassen, bewusst kein Museum errichten zu wollen, sondern die Votivgaben, wie in der Vergangenheit üblich, einfach an den für sie bestimmten Orten wieder aufzuhängen. In Form einer „barocken Hängung" d.h. Bild an Bild, vom Boden bis zur Decke, werden die großen und hohen Wände der Turmaufgänge wie auch der Emporen wieder mit Votivbildern bestückt. Um die künstlerisch nicht immer hochwertigen Gaben würdig zu präsentieren, wurden die Bilder nach Thema, Technik, Entstehungszeit und Farbigkeit geordnet.
Auf den Emporen befinden sich die Ölgemälde, im Südturm ca. 800 als Drucke gestiftete Votivbilder, am Nordturm Marmortafeln, Stickereibilder, gewidmete Fotos, Zeichnungen und „Kastenbilder" d.h. mit Frauenhaar, Brautschleiern oder diversen Votivgaben bestückte, verglaste Holzkästchen. Eine so dichte Hängung ist ein gestalterischer Eingriff - auch wenn es für die Besucher vielleicht „wie gewachsen" wirkt - denn, wenn man die Bilder nach und nach aufhängt, ist es nicht möglich eine homogene, dicht bestückte Wand, ästhetisch ansprechend zu gestalten.