Die Gründung von Mariazell wird der Überlieferung nach auf einen Benediktinermönch namens Magnus zurückgeführt, der von seinem Mutterkloster St. Lambrecht als Seelsorger für die Hirten in die Umgebung des heutigen Ortes Mariazell ausgesandt wurde. Der Weg führte ihn dann auf eine Anhöhe zu jenem Platz, an dem heute die Wallfahrtsbasilika steht. Dort stellte er die hölzerne Marienfigur auf einen Baumstrunk und erbaute darüber eine Zelle aus Holz, die ihm als Kapelle und Wohnraum diente.
Maria in der (Mönchs)-Zelle gab also diesem Ort seinen Namen. Schon bald - so wird berichtet - kam es hier zu Gebetserhörungen und Mariazell wurde zum Ziel zahlreicher Hilfe suchender Menschen. Das überlieferte Gründungsjahr 1157 lässt sich historisch nicht eindeutig belegen, aber eine päpstliche Urkunde weist in diese Zeit.
Bildtext: Die erste hölzerne Mönchzelle aus Holz dargestellt 1665 von Giovanni Battista Colomba an der Südwand des Presbyteriums