Die Adorationsengel

Auch die beiden Silberengel, die bereits 1698 von den Wiener Goldschmieden Johann Kanischbauer und Oktavian Kochgsell geliefert wurden, mussten zum Einschmelzen nach Graz gebracht werden. Als Ersatz waren 1807 versilberte, klassizistische Holzfiguren aufgestellt worden. Deren geringe künstlerische Qualität und die aluminiumartig wirkende Oberfläche standen aber in merkbarem Kontrast zur außerordentlichen Qualität des Altares. Während der Restaurierung wurden im Geistlichen Haus zwei den ursprünglichen Silberengeln ähnliche Adorationsengel gefunden, die aus stilistischen Gründen um 1730/40 zu datieren sind. Nach langen Diskussionen und Abwägen verschiedener Möglichkeiten wurde - um eine Annäherung an die ursprünglichen Intentionen Fischers zu erreichen - entschieden, diese ausdrucksstarken Engel zu versilbern und anstelle der wenig qualitätsvollen, steif wirkenden, klassizistischen Engel am Hochaltar aufzustellen.

 

Die beiden knienden, ursprünlich weiß gefassten und später in der selben Farbe überfassten Adorationsengel, die in ihrer Gestalt, Gestik und Bekleidung große Ähnlichkeit mit den ursprünglichen Silberengeln aufweisen, wurden nach Ausführung der dringend notwendigen konservatorischen Maßnahmen durch Ursula Thomann neu versilbert. Um alle älteren Fassungen als historische Dokumente zu erhalten, wurde diese Maßnahme so ausgeführt, dass eine beschädigungsfreie Rückführung möglich ist.

 

Nach einer Festigung der partiell abblätternden Fassung, dem Verleimen abgebrochener Teile, dem Nachschnitzen fehlender Finger und Faltenpartien sowie der Abnahme von zahlreichen Wachstropfen, wurde ohne die Letztfassung anzuschleifen, mit Hilfe einer Zwischenschicht eine neue Glanz- und Mattversilberung aufgebracht und die Fassung etwas patiniert, um sie in das Gesamtgefüge einzupassen.

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